Hamburg

Batteriespeicher für Hamburg: Eine Energiewende mit Potenzial!

Die Anzahl der Batteriespeicher in Privathaushalten in Hamburg steigt rasant an. Diese Entwicklung hat einen klaren Trend: Immer mehr Eigenheimbesitzer setzen auf die Kombination von Batteriespeichern mit Solaranlagen, Wallboxen oder Wärmepumpen. Dadurch können die Nutzer ihre Flexibilität erhöhen und gleichzeitig ihre Stromkosten senken.

Bastian Pfarrherr, der Leiter Innovationsmanagement bei Hamburger Energienetze, erklärt die Funktionsweise eines Stromspeichers anhand eines Modells auf dem Betriebsgelände. Der Speicher, der nicht mit dem öffentlichen Netz verbunden ist, hat eine Kapazität von 70 Kilowattstunden. Damit könnte er vergleichbar sein mit der Antriebsbatterie eines oberen Mittelklasse-Elektrofahrzeugs.

Wachstum des Batteriespeicher-Marktes

In Hamburg sind derzeit eine hohe vierstellige Zahl von Batteriespeichern in Betrieb, die gemeinsam eine Gesamtleistung von 80 Megawattstunden aufbringen. Diese Energie könnte den Hamburger Strombedarf für etwa drei Minuten decken. Viele der kleinen Batteriespeicher sind so konzipiert, dass sie den Nutzen für private oder gewerbliche Eigner maximieren und nicht unbedingt die sogenannte „Schwarmtauglichkeit“ unterstützen.

Vattenfall, der Marktführer bei der Stromversorgung von Privathaushalten in Hamburg, erkennt das große Potenzial für Batteriespeicher, insbesondere in Kombination mit Fotovoltaikanlagen, Wärmepumpen oder Wallboxen. Über 90 Prozent der Fotovoltaikkunden von Vattenfall entscheiden sich ebenfalls für einen Batteriespeicher. Um den Trend weiter zu fördern, wird Vattenfall ein neues Produkt für intelligentes Energiemanagement einführen, das insbesondere durch die Verwendung von Energiemanagement-Apps an Bedeutung gewinnen wird.

Mit den neuen gesetzlichen Regelungen wird ab dem 1. Januar 2024 erwartet, dass neu installierte Batteriespeicher als steuerbare Verbrauchseinrichtungen beim Netzbetreiber angemeldet werden müssen. Dies wird von einer pauschalen Vergütung der Netznutzungsentgelte begleitet. Darüber hinaus haben Stromkunden ab dem 1. April die Möglichkeit, zeitvariable Netzentgelte zu wählen. Dies ermöglicht ähnliches Verhalten wie bei Betreibern kommerzieller Speicheranlagen, sodass Privathaushalte zunehmend auch eigenverantwortlich wirtschaften können.

Gesetzliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen

Das Wachstum von Batteriespeichern in Deutschland wird durch verschiedene gesetzliche Änderungen unterstützt. Im Jahr 2024 waren es knapp 600.000 neue Batteriespeicher, welche einen Kapazitätszuwachs von fast 50% verzeichneten. Das zeigt, wie wichtig diese Speicher für die Integration von Solarenergie in den Strommarkt sind. Durch Anpassungen im Energiewirtschaftsrecht, wie dem Solarspitzengesetz, wird die rechtliche Basis für den Ausbau von Batteriespeichern geschaffen. Paragraphen des EEG 2023 regeln Neuheiten hinsichtlich der Zwischenspeicherung von Strom und der Duldungspflicht für Grundstückseigentümer im öffentlichen Eigentum.

Wesentliche Herausforderungen bleiben jedoch bestehen. Unsicherheiten bei der Umsetzung von Speicherprojekten, insbesondere am Netzanschluss, sowie Rechtsunsicherheiten bezüglich Baukostenzuschüssen sind noch ungelöst. Die BNetzA hatte zwar einen Vorstoß zur Kapazitätsvergabe unternommen, musste diese jedoch aufgrund von kritischen Rückmeldungen wieder zurückziehen.

Insgesamt zeigt sich, dass Deutschland auch im Jahr 2025 eine Schlüsselrolle im Bereich der Batteriespeichersysteme spielen wird. Politische Unterstützung, Regulierungsanreize und das zunehmende Interesse von Investoren sind grundlegende Treiber dieses Marktes. Vor allem der Bereich der Heimspeicher, der rund 85 % der Neuinstallationen ausmacht, profitiert von einer positiven Marktentwicklung.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
welt.de
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