Hamburg-Mitte

Molotow zurück auf der Reeperbahn: Neueröffnung mit Live-Events!

Der Hamburger Club Molotow hat seine Türen nach drei Monaten Umzugspause am neuen Standort auf der Reeperbahn 136 wieder geöffnet. Diese Neueröffnung fand am 28. März 2025 statt und ist das Ergebnis eines Umzugs, der notwendig wurde, nachdem dem Club zum 30. Juni 2024 aufgrund von Plänen für einen Hotelneubau am vorherigen Standort am Nobistor gekündigt wurde. Der Weg zum neuen Zuhause war langwierig, doch endlich kann der Club wieder als wichtiger Ort für internationale Newcomer und Indie-Musik fungieren. Die Geschichte des Gebäudes als Musikort reicht bis in die 1960er-Jahre zurück, als dort Bands wie die Beatles auftraten.

Kultursenator Carsten Brosda (SPD) war zur Eröffnung anwesend und bezeichnete den Umzug als bedeutenden Schritt für die Hamburger Clubkultur. Die Eröffnungsfeier beinhaltete Live-Konzerte und Partys, darunter Auftritte der Band Slate sowie der Partys Motorbooty und TV Party. Laut ndr.de plant Molotow, künftig auf zwei Bühnen Konzerte anzubieten: im Erdgeschoss und in der neuen Top Ten Bar im Keller.

Herausforderung des Clubsterbens

Der Umzug des Molotow ist nicht nur ein Erfolg des Clubs selbst, sondern auch Teil eines größeren Problems, das die Hamburger Clublandschaft belastet. In den letzten Jahren mussten zahlreiche Musikclubs schließen, unter anderem aufgrund von Kündigungen oder Grundstücksverkäufen, während neue Bauprojekte in der Umgebung geplant wurden. Laut einem Bericht von taz.de betrifft dies Clubs wie den Pal und die anstehende Schließung der Clubs an der Sternbrücke.

Thore Debor, Geschäftsführer des Clubkombinats und Sprecher des Arbeitskreises Kulturraumschutz der LiveKomm, stellt fest, dass die Clubkultur in Hamburg aufgrund diverser Herausforderungen wie der Corona-Pandemie, Inflation und Preissteigerungen angespannt ist. Das Clubkombinat, das seit 20 Jahren besteht und aktuell rund 180 Mitglieder vertritt, setzt sich dafür ein, die Rahmenbedingungen für Live-Musik in der Stadt zu verbessern. Debor hebt hervor, dass die Unterstützung durch die Politik zunehmend positiv wahrgenommen wird, doch der Kampf um bessere Bedingungen für Clubs ist kompliziert und langwierig.

Langfristige Perspektiven

Die Hamburger Kreativgesellschaft hat die neuen Räumlichkeiten übernommen und vermietet sie an das Molotow. Ein langfristiger Mietvertrag bis mindestens 2040 sichert die Zukunft des Clubs am neuen Standort. Bezirksamtsleiter Ralf Neubauer (SPD) bezeichnete den Umzug als Erfolgsgeschichte, die es der Clubkultur ermöglicht, weiterhin einen wichtigen Platz in Hamburg einzunehmen. Die Vorkaufsrechtsverordnung soll zudem helfen, das Erhalten von Kulturstätten in der Stadt sicherzustellen.

Um die Herausforderungen für Musikclubs langfristig anzugehen, fordert Debor unter anderem eine Kulturschallverordnung und eine umfassende Novellierung der Baunutzungsverordnung, die eine eigene Kategorie für Musikclubs einführen soll. Aktuell sind diese Clubs in vielen Gebieten nur schwer umsetzbar, was als unrealistisch eingeschätzt wird. Die Entwicklungen zu diesen Themen werden mit Optimismus verfolgt, besonders hinsichtlich der Chancen auf Veränderungen durch den Bundestag in Bezug auf die Baunutzungsverordnung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Molotow mit seiner Neueröffnung nicht nur einen Neustart feiert, sondern auch Hoffnung für die gesamte Clubkultur in Hamburg symbolisiert, die trotz zahlreicher Herausforderungen und der Gefahr des Clubsterbens weiterhin besteht.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
ndr.de
Weitere Infos
taz.de
Mehr dazu
backstagepro.de

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