Altona

Protest in Hamburg: 2.000 Menschen fordern Freiheit für die Türkei!

Am Abend des 28. März 2025 versammelten sich in Hamburg rund 2.000 Menschen zu einer Demonstration gegen die politischen Repressionen in der Türkei. Organisiert wurde die Veranstaltung vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Linken in der Bezirksversammlung Altona, Yavuz Fersoglu. Der Protest zog vom Jungfernstieg über den Gänsemarkt, die Dammtorstraße und den Stephansplatz bis zum Türkischen Generalkonsulat an der Tesdorpfstraße. Die Polizei warnte vor Verkehrsbehinderungen in den Bereichen Binnenalster, Stephansplatz und Bahnhof Dammtor.

Die Hauptforderung der Demonstrierenden war das Ende der politischen Repressionen und der Schutz demokratischer Grundrechte in der Türkei. Hintergrund der Proteste ist die Festnahme des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu, der als Hauptgegner von Präsident Recep Tayyip Erdoğan gilt. Cengiz Orhan, Sprecher der alevitischen Gemeinden in Hamburg, verurteilte die Unterdrückungen durch das Erdoğan-Regime und stellte die Schwere der Situation in den Vordergrund.

Hintergründe der Repression

Die Proteste in der Türkei selbst wurden am 19. März 2023 ausgelöst, als İmamoğlu festgenommen wurde. Seine Inhaftierung geschah kurz vor seiner Nominierung als Präsidentschaftskandidat der Republikanischen Volkspartei (CHP). Er wird mit verschiedenen Anklagepunkten konfrontiert, darunter Korruption, Bestechung und die Leitung einer kriminellen Organisation. Trotz seiner Festnahme wurde İmamoğlu letztlich als Kandidat für die Wahl 2028 bestätigt.

Die Festnahme führte zu massiven Protesten in der Türkei, die sich schnell auf Dutzende Städte ausbreiteten und die schlimmsten Unruhen seit über einem Jahrzehnt darstellten. Die Sicherheitskräfte setzten häufig Wasserwerfer und Tränengas ein, um die Demonstranten auseinanderzuhalten. Insgesamt wurden mehr als 1.100 Personen festgenommen, darunter auch mindestens 10 Journalisten. Viele in der Türkei bezeichnen die Vorgänge als eine nationale Repression gegen die Opposition.

Die Reaktion der internationalen Gemeinschaft

Präsident Erdoğan und seine Regierung bestritten die politischen Motive hinter der Festnahme und verwiesen auf die Unabhängigkeit der Justiz. Währenddessen forderte die Europäische Kommission die Türkei auf, demokratische Werte zu wahren und die Repression von Oppositionsführern und Journalisten zu beenden. Der Druck auf die Regierung Erdoğan ist spürbar, vor allem angesichts der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen.

Trotz der von den türkischen Behörden verhängten Verbote für öffentliche Versammlungen fanden die Proteste weiterhin statt. Während Erdoğan in seiner Position als Präsident, die er seit 22 Jahren innehat, keinen Rückzieher zeigt, wächst der Widerstand in der Bevölkerung gegen die immer strikteren Maßnahmen der Regierung. NDR berichtet von einem fest entschlossenen Protest, der auch in Hamburg Unterstützung findet.

Die Situation bleibt angespannt, sowohl in der Türkei als auch über ihre Grenzen hinaus. BBC dokumentiert die Entwicklung der Protestbewegung, die von der Festnahme İmamoğlus einen gewaltigen Aufschwung erfahren hat und eine klare Botschaft des Widerstands sendet.

Statistische Auswertung

Beste Referenz
ndr.de
Weitere Infos
bbc.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert